Archiv vom August, 2010

Veröffentlicht am 23. August 2010

Ballonfabrik Augsburg fällt flach

Schade aber wahr, unser Konzert am 16. Oktober in Augsburg findet leider nicht statt.
Wir hoffen, dass wir in näherer Zukunft einen Ausweichtermin finden.

Wir freuen uns jetzt aber um so mehr auf unsere Shows in Würzburg, Nürnberg, Hammelburg, Laufach und Halle.

since-ey!

Veröffentlicht am 16. August 2010

Review von Rote Raupe

Auch Alpha Orionis genannt, ist Beteigeuze einer der hellsten Sterne, den man von der Erde aus sieht und bekannt aus dem Sternbild Orion. Laut wikipedia ist er etwa 500 Lichtjahre entfernt – eine schöne Strecke also, weshalb Tending to Huey sich auch so sehr dafür zu interessieren scheinen. Von Fernweh soll ihr Album handeln, von Träumen. „Have you ever dreamed of being far away? I hope my dream of this will stay“

Schön elektronisch-abgespacet fängt das dann auch an, aber schon bald wird klar, dass das nicht so bleibt. Überhaupt wird viel und oft geändert, sehr individuell sind die Lieder. Dennoch funktionieren sie alleinstehend nicht so richtig, weil die ohnehin schon kurzen Stücke in sich auch noch von Sektion zu Sektion springen ohne sich unbedingt groß um Struktur oder Zusammenhang zu sorgen. Man kann beim Hören nicht sofort genau einordnen, wann ein Track aufhört und wann der nächste anfängt. Dabei bietet die Musik an sich sehr viel, mit all diesen Klängen und Instrumenten, und macht auch Spaß, vor allem wenn Stimme oder Schlagzeug das Tempo aufnehmen. Sprechgesänge kann man hier finden, jazzige Bässe, funkige Gitarren, flächige Synthies, abgespacete Elektrospielchen, Popmelodien, sogar ein bisschen Ska oder melancholische Klavier- und Celloteile – alles im Programm. Aber für wen ist denn diese Musik? Alle Teile, die Tending to Huey auf diesem Album unterbringen, ja auch die Texte, klingen mehr wie aneinandergestellte Fragmente aus den unterschiedlichsten Ecken der Genrelandschaft. Aus dem Material könnte man bestimmt dreimal so viele Lieder machen, wenn man alles mehr ausfeilen wollte.

Aber vielleicht ist ja genau dieses Fragmenthafte Programm – so wie es auf ihrem letzten Stück heißt, „dreams that cannot be reality“. Träume, die sich nicht so richtig entfalten können.

Danke an Danmi von Rote Raupe

Veröffentlicht am 4. August 2010

08. Sep 2010 Cairo Würzburg + Yamon Yamon

Am Mittwoch den 08. September spielen wir endlich unser 2. Konzert im heimischen Cairo in Würzburg.
Wir sind Support für Yamon Yamon aus Schweden.

Wir sind wahnsinnig heiß darauf wieder live zu spielen und würden uns freuen wenn viele kommen um mit uns zu tanzen.

LOVE Huey

Veröffentlicht am 4. August 2010

03. Juli 2010 Denklerfest Würzburg

Feuertaufe bestanden!

Wir haben unser ertses Konzert im wundervollen Innenhof des Denklerblocks gut über die Bühne gebracht.
Trotz nervenaufreibender Technikproblemen war es ein sehr schöner Abend und ein gelungener Start.
Danke nochmals an die Veranstalter und an alle, die da waren.
Bilder vom Fest gibt’s auf unserer flickr seite.

Veröffentlicht am 4. August 2010

Review von Music-Scan

Unverhofft kommt oft. Dieser Maßgabe folgend überraschen TENDING TO HUEY mit einem Debüt-Album, das ausgewiesenen Unterhaltungswert besitzt und das in seiner gelebten Lockerheit allein positiv für sich einnimmt.

Die Bayern agieren durchgängig frech, wagemutig und ansprechend verquer. Das Cover rückt „Beteigeuze“ automatisch in die Nähe von mighty Pink Floyd. Eine progressiv-experimentelle, spacige Ausrichtung ist beim Trio auch gegeben. Die Basis-Instrumentierung aus zwei Drumsets und einem Bass wird detailreich und reflektiert mit u.a. Gitarren, Klavier, Streichern, Percussion und Loops angereichert. Das Songwriting ist latent verkopft und in jedem Fall visionär, jedoch immer auch vorgaukelnd naiv, tollkühn und zwingend. Es ist so ähnlich wie bei Ben Folds. Man kann gar nicht anders, als TENDING TO HUEY und ihre eigenwillige Poppigkeit zu mögen.

Die Hooklines sind eingängig und garantieren für Ohrwurm-Feeling. Doch entlang des Weges bietet sich ein schier grenzenloser Raum für sympathische Kauzigkeit und spaciges Anti-Pop-Streben. Wer mag, kann „Beteigeuze“ auch in die Nähe der Constellation-Kapellen rücken, die existenziellen Fragen musikalisch in einem Kollektiv nachgehen und gemeinsame (Grenz-)Erfahrungen suchen.

So weit geht es bei den Bayern TENDING TO HUEY nicht, doch ein kreativer Avant-Rock-Exzess einer ganz eigenen, hörenswerten Güte ist ihr Debüt geworden.

Vielen Dank an Arne von Music-Scan

Veröffentlicht am 4. August 2010

Review von hififi & sterero

Scheinbar zusammenhanglos schwirren die verschiedensten Songfragmente durch den Orbit um auf einer potentiellen Hypernova namens “Beteigeuze” Hochzeit zu feiern. Wenn diese Hochzeit zudem noch in Niemis “Loch in der Schwarte” stattfinden würde, wäre die Verwirrung sicherlich perfekt. Ist sie ja so schon.

Denn drei Würzburger sind ausgezogen den Psych Pop zu revolutionieren und dafür nehmen sie ihn an den Füßen, schütteln ihn recht kräftig, um sich dann mit dem Tascheninhalt aus dem Staub zu machen. Und was da alles drin ist: Glockenspiel zum Beispiel, eine Djembé und das Daumenklavier (Mbira) und möglichst viel Percussion. Natürlich darf das genormt westliche Rockinstrumentarium nicht fehlen und dabei kommt wohl so etwas wie “Weird-Pop” zum Vorschein, von Verwirrten für Verwirrte.

Tending To Huey verstehen es zudem auf zehn Songs in gut dreißig Minuten zwischen experimentellen Parts die Eingängigkeit zu etablieren, die solche Alben eben nötig haben um im Gedächtnis zu bleiben. Wie steht’s z.B. mit The Mars Volta? Zumindest mir stehen sie bis oben hin. “Und genau das ist der Punkt: “Tending To Huey hat Träume”, die sie zu vertonen wissen. Tatsächlich der Aufbruch zu neuen Galaxien!

Vielen Dank an Nico von Hififi & Sterero

Veröffentlicht am 4. August 2010

Review von indiestreber


Beteigeuze – Pop und Anti-Pop

In der heutigen Zeit, in der in der Musikwelt nahezu alles möglich scheint, ist das Ungewöhnliche und Obskure alltäglich geworden. Die klangliche Avantgarde schreitet stetig voran, während der Ottonormalhörer frustriert und entnervt zurückbleibt. Echte Pionierleistungen erscheinen längst unmöglich. Doch was bisher noch fehlte: Drei melodievernarrte Tüftler aus Würzburg, die der experimentellen Musik ihre Unschuld wiedergeben. Deshalb Vorhang auf für Tending To Huey mit ihrem Debütalbum “Beteigeuze”.

Denn bei aller Unkonventionalität gehen Tending To Huey vor allem spielerisch vor. Mit geradezu kindlicher Neugier werfen sie Ideen in den Raum und brauchen dabei selten länger als drei Minuten, um aus all den Zutaten kleine Songperlen zu formen. Es gibt keine festen Strukturen, sondern schwungvolle Pinselstriche. Und alles Überschüssige wird weggelassen. Dabei entsteht eine federleichte Platte, süß und sehnsuchtsvoll. In gerade mal einer halben Stunde ist alles gesagt, was es zu sagen gibt.

Besonders der Bass rückt dabei als melodiegebendes Instrument weiter in den Vordergrund, als man es von vielen Bands gewohnt ist. Aber auch jede Menge anderer Klangerzeuger kommen auf der Platte zum Einsatz – von wohlbekannten wie Klavier und Gitarre bis hin zu exotischeren wie dem Glockenspiel oder der Mbira. Zur rhythmischen Untermalung dienen zwei Drumsets sowie Percussions, für die Fülle sorgen Samples und Loops. Dazu gibt es immer wieder mehrstimmige Gesangslinien oder auch lässig aus dem Ärmel geschüttelte Rap-Parts.

Die Klangassoziationen reichen von Weilheim über I Might Be Wrong bis hin zum kunterbunten knertz! Kollektiv. Aber das trifft es alles nicht richtig. „Beteigeuze“ ist Pop und Anti-Pop zugleich: zu smart für den Mainstream und zu funkelnd-schön für den Außenseiterstatus.

Umso erstaunlicher, dass die Band derzeit noch ohne Label dasteht. Also liebe Plattenfirmen: Zuschlagen und euch eine enorm talentierte Band sichern! Intelligenteren und frischeren Indie Pop hat man in diesem Jahr jedenfalls noch von niemandem gehört.

Vielen Dank an Jonas von Indiestreber