Veröffentlicht am 4. January 2013  

Alle Reviews auf einen Blick

Reviews zu POISON APPLE:
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Der kosmische Penis
This borderline fuckup is still about to drool (Jahresrückblick)
scene2act.de
Nicorola.de (Artikel)
CryonBeats
Kulturterrorismus
This borderline fuckup is still about to drool
The difference between life and music
Rote Raupe

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Reviews zu BETEIGEUZE:
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Westzeit
NoMainstream (Interview)
Indie-Blogger
Alternativmusik
Trommelfeld
Blue Print
Ox
Schallgrenzen
Rote Raupe
Music Scan
Hififi & Sterero
Indiestreber
Indiestreber (ehren die Jahresbesten)

Veröffentlicht am 4. January 2013  

Rezension im Fanzine: Der kosmische Penis

Ein erstaunlich ausgereiftes Album haben die mir bis dato völlig unbekannten Tending To Huey vorgelegt. Aufgenommen im vergangenen Winter im Tonstudio Würzburg basteln Michael, Manuel, Daniel und Christian einen Sound, der an Bands wie Why? oder TV On The Radio erinnert. Tending To Huey sagen über sich selbst, sie spielen gerne mit unterschiedlichen Genres und versuchen der Popmusik ihre Unschuld zurückzugeben. In den 12 Songs tummeln sich Unmengen exotischer Instrumente wie Flügelhorn, Harmonika, Bariton und batzenweise Samples und Loops. Tending To Huey hören sich teilweise an wie ein aufgeregter Bienenschwarm, aber auch verdammt urban und visionär. Und das Erstaunliche ist: Das Album hat keine Hänger oder Schwächen, sondern ist von vorne bis hinten spannend. Wer es nicht weiß, könnte die Band auch in Brooklyn / New York vermuten.
“Poison Apple” ist schon das zweite Album der Band, vor zwei Jahren erschien bereits das Debut “Beteigeuze”. Ein Label haben Tending To Huey für ihren unentdeckten Rohdiamanten nicht gefunden, deshalb gibt’s “Poison Apple” seit Juni 2012 (Release-Party war im Cairo) über die Homepage der Band. Holt euch das Teil! Es lohnt sich! Von der limitierten selbstgebastelten Erstausgabe im Digipack gibt’s nur 200 Stück…

Vielen Dank an Wolfram!

Veröffentlicht am 4. January 2013  

This borderline fuckup is still about to drool (Jahresrückblick)


Die besten 20 Platten aus 2012:

20 / 20 // Tending to Huey // Poison Apple

Der Exot gleich zu Beginn: Tending to Huey aus Würzburg sollten mir eigentlich nicht zusagen. Es ist schräg, es ist befremdlich, es ist phasenweise schwer elektronisch… und es ist arty-farty. Ja, die Jungs lassen sich für ein Band-Foto sogar splitter-faser-nackt ablichten! Irgendwas faszinierte mich an “Poison Apple” dennoch. Und es war nicht das Bandfoto! Vielleicht wars die Art und Weise wie Tending to Huey Pop-Musik in ein neues Licht rücken. Das ist eingängig, aber nicht bis zum Erbrechen. Es ist experimentell, aber verliert die tolle Melodie nie aus den Augen. Und vorallem: es ist authentisch.

Danke an Alessandro von This borderline fuckup is still about to drool

Veröffentlicht am 14. December 2012  

Review von Scene-2-Act

Danke an Dorthe von scene2act.de!

Leute, Leute, was kommt mir denn da zu Ohren? Jetzt habe ich die zweite CD von Tending to Huey gefühlte tausendmal gehört und kann sie beim besten Willen nicht in eine Schublade stecken.
Ist das jetzt Indipop? Noiserock? Indirockpop? Experimenteller Noisepop? Ich gebe es auf, da ein Genre für zu finden. Was die vier Würzburger da mit Ihrer zweiten CD „ Poison Apple“ ( ihr Debutalbum „ Beteigeuze“ erschien 2010 ) am 1.November unter dem Label Djummi Records auf den Markt geworfen haben ist auf jeden Fall experimentell und ab von jeder Norm.

Beim ersten, nur 1Minute 50 langen Song „ Belinga, Belinga „ kam mir in der ersten Sekunden kurz der Gedanke an alte Stücke von Phillip Boa. Schickes Stück mit angenehmem Sprechgesang.

Aber gleich beim zweiten Song „ Micromastia“ war der erste Eindruck verflogen. Da geht es erst ruhig von statten, dann wechselt abrupt alles und das ganze wieder zurück. Wunderbar! Und was soll ich sagen, genau das zieht sich mal mehr, mal weniger durch die ganze CD.

Dem Ersthörer, der nicht so auf wilden Wirrwarrwechsel innerhalb eines Liedes steht, empfehle ich mit den Songs „ A pact with the waves“ , „ Shady side“, „The last snow of winter“ oder „Promised land“, den Hörgenuss zu starten.

Ich habe in „Ibra Himali“, „Sacha Chua“ und „Don`t take – don`t give advice“ schon meine Lieblingssongs gefunden.

Mein Fazit: wer außergewöhnliches liebt – kaufen, hören und überraschen lassen! Es lohnt sich!

6/6 Punkten

Veröffentlicht am 3. August 2012  

Nicorola.de (Artikel)

 

Seitenwechsel #27 – Tending to Huey

Vor etwas über einem Monat stellte sich eine Band via E-Mail bei mir vor: Wir sind TENDING TO HUEY aus Würzburg. Und immer wenn ich Zeit habe, höre ich mir die Musik der jeweiligen Künstler an. So auch in diesem Fall. Die Songs hatten was. Ich zögerte also nicht lange und platzierte ihren Song “Micromastia” in einer Wolkig…-Ausgabe. Und wie bei fast jeder interessanten Band aus Deutschland fragte ich an, ob vielleicht Interesse besteht, einen kleinen Einblick in den Alltag einer kleinen, noch unbekannten Band zu geben. Nach ein paar E-Mails war es dann soweit: ein toller Artikel liegt vor mir, der mir wieder einmal zeigt, das es da draußen immer noch Begeisterung und Herzblut gibt. Viel Spaß beim Lesen!

Die Anfänge
Manuel hatte ein paar Nummern für Akustikgitarre gemacht, eher so Singer/Songwriter – mäßig, Daniel bereits viel mit Samples getüfftelt. Auf Manuels Vorschlag versuchte man beides in einen Topf zu werfen, um zu schauen was dabei herauskommt. Ursprünglich war da eher so ganz softes Zeug à la The Notwist geplant, was sich aber mit der Zeit recht schnell in experimentellere, eher roughe Gefilde entwickelt hat; schließlich kommen wir ursprünglich aus der Postrock bzw. Metal-ecke, was wir auch unterschwellig spürbar machen wollten. Deshalb auch die Entscheidung echte Drums und echten Bass einzusetzen.

Wir haben dann ein kleines Demo aufgenommen und sind fast zeitgleich auf Michael gestossen. Da er zu dem Zeitpunkt ohne Band dastand und ein Wahnsinns-Drummer ist, haben wir ihn gleich angeheuert. Somit lag auch die Idee recht nahe, mit zwei Drumsets zu experimentieren, was wir bis heute bei den meisten Songs auch beibehalten haben.

Mit dem plötzlich gewonnenen „Band-Gefühl“ haben wir ganz flott die ersten Songs entwickelt und haben uns im Tonstudio verkrochen, um unser erstes Album Beteigeuze auf die Beine zu stellen. Seitdem betreten wir als „Tending to Huey“ jede Bühne, die wir bespielen dürfen.

Kurz vor Vollendung unserer aktuellen Platte Poison Apple stieß Christian als festes Mitglied zu uns und bereichert unser Liveset seitdem durch Synthie, Keyboard, Gitarre und Bass.

Die Songs
Für unsere Songs gibt es kein festes Rezept. Eine Songidee entsteht im Kopf, beim Herumklimpern oder basiert auf einem Sample. Daniel und Manuel schicken sich per Internet Demos und Songfragmente zu, bis daraus ziemlich fertige Grundgerüste entstehen. Meist ist das dann eine Samplespur, oder eine Klavier- oder Gitarrenline plus Gesang. Danach geht es damit ab in den Proberaum und wird mit den anderen ausgearbeitet, um den Song dann im Studio vollenden zu können. Dann kommt der schwierigste Part: Das Ganze erneut proben um es bühnentauglich zu machen. Welche Instrumente kommen live? Wer spielt was? Welche Sounds kommen vom Band? Somit wird der Proberaum erst wirklich wichtig, wenn die Songs bereits fertig sind.

Aufgrund der Tatsache, dass wir alle weit auseinander wohnen, hat sich das als gängigste und einfachste Songwritingmethode eingependelt, was aber nicht so bleiben muss. Wir freunden uns auch gerade mit der Idee an, einfach mal wieder oldschool Songs beim Jammen entstehen zu lassen. Vom Komplexen hin zum Einfachen, quasi.

Was die Stilistik angeht: da sind wir ebenso frei. Alles geht, nichts muss. Pop bleibt das Ziel, interessant muss es sein, aber es soll greifbar und nachvollziehbar bleiben!

Die ekelhafte Kohle
Unseren Lebensunterhalt müssen wir nach wie vor mit Jobs oder kleinen Nebenjobs verdienen (viele von uns sind Studenten). Das geht auch ganz gut, keiner von uns nagt ernsthaft am Hungertuch. Eigentlich ist heutzutage wohl jedem Musiker klar, dass es nur noch den wenigsten vergönnt ist, ernsthaft von der Musik leben zu können. Leider kostet das Musikerdasein vor allen Dingen auch ‘ne Stange Geld. Von der CD-Produktion, Instrumenten, Verschleißteilen bis hin zu den horrenden Fahrtkosten um zu den jeweils wichtigen Orten zu gelangen. Wenn sich das eines Tages decken lassen würde, wäre das ein Segen!

Das Ziel
Unser Ziel für unsere Musik ist es im Moment ganz konkret Partner zu finden, die unser aktuelles Album „Poison Apple“ publik machen. In welcher Form auch immer. Wir sind ziemlich stolz auf unser Werk und wissen, dass da viel Potenzial drin steckt. Das Feedback das wir bekommen ist richtig gut, und kalt lässt es die wenigsten. Es wissen nur zu wenig Leute davon. Deshalb benötigen wir Hilfe.

Weiterhin versuchen wir immer noch, so viele Konzerte wie möglich zu spielen. Eine kleine Tour oder mal die eigene Musik auf Vinyl zu pressen bleiben große Ziele für uns!

Das Musikerdasein
Abseits von erwähntem Geldmangel lieben wir es Musik zu machen. Auch wenn nichts damit verdient ist, bleibt es gut fürs Seelenheil. Nichts macht uns so glücklich wie neue Songs oder eine gute Liveshow.

Das Musikbusiness
Wir erfahren es ja gerade wieder am eigenen Leib.: die Industrie ist stark geschädigt. Es gibt kaum Labels, die noch risikobereit sind und auch mal etwas wagen, geschweige denn den Mut oder die Möglichkeit haben, eine Band aufzubauen. Der Markt ist übersättigt an Musik und viele talentierte Bands stehen ohne Unterstützung da. Geld wird allenfalls noch mit Plastik gemacht. Allerdings entstehen ja gerade dadurch wieder interessante Begleiterscheinungen. Der Konsument sucht sich seine Lieblingsmusik selbst und bekommt nicht mehr nur vorgesetzt. Bands müssen sich mehr anstrengen um wahrgenommen zu werden, und somit bekommt man oftmals auch echt gute Konzerte von „kleinen“ Acts zu sehen. Überhaupt sind Konzerte immer noch gut besucht. Und was die Musikvermarktung angeht… wir sind sicher, dass sich auch da wieder ein neues Türchen auftut.

Die Streamingangebote
Wir sind eigentlich alle noch Fans von originalen Tonträgern und Jäger und Sammler was das angeht. Dennoch nutzen auch wir die Möglichkeit, Sachen vorab übers Internet anzuchecken. Das Schöne ist ja eben, dass man heutzutage nicht mehr die Katze im Sack kaufen muss, sondern bequem Sachen vorab anhören kann. Dass das Ganze mit den Streamingangeboten nun auch legal möglich ist, macht es umso leichter. Christian jedenfalls ist großer Spotify-Fan!

Dennoch bleibt für uns: Wenn wir was gut finden und die Chance haben, es auch physikalisch zu erstehen, dann wird das gemacht. Sieht einfach besser aus im Regal und besitzt für uns eine andere Wertigkeit! Auch wenn es ein bisschen altbacken oder nerdy ist…

Das Tourleben
Leider können wir vom Tourleben nicht viel berichten, da wir noch nicht das Vergnügen hatten eine spielen zu dürfen. Es ist auch schwierig, weil wir allesamt noch Beschäftigungen nachgehen, die Konzerte unter der Woche ausserhalb der Ferienzeit quasi unmöglich machen. Somit bleiben uns nur die Wochenenden. Wenn wir also zwei Gigs nacheinander spielen können, ist das die einzige Form von „Tour“ die wir kennen.

Das sieht dann so aus:

  • Wir treffen uns alle am Proberaum
  • stopfen viel zu viel Equipment in viel zu kleine Fahrzeuge
  • Parken uns selbst noch zwischen Cases, Rucksäcke und Beckenständer, in der Hoffnung nichts davon im Genick wiederzufinden
  • Schmeissen Mixtape oder Shufflemode an
  • fotografieren uns selbst
  • essen diverse Snacks zwischen Kichererbsenaufstrich und Junkfood
  • kommen nach langer Fahrt im besten Falle in einer tollen Stadt an
  • lernen durchweg tolle Menschen kennen
  • treiben den Mischer mit Sonderwünschen zur Weissglut
  • bauen unseren Kram auf
  • fotografieren uns wieder gegenseitig beim Catering
  • spielen die Show
  • sind im besten Falle glücklich und zufrieden mit uns
  • bauen ab und packen ein
  • sagen „Danke“ und failschen um die Gage
  • schlagen alle verlockenden Schlafmöglichkeiten aus, weil mindestens einer von uns am nächsten Tag Verpflichtungen hat
  • fahren nach Hause
  • hören die Falco – Best – Of
  • bewundern uns selbst auf den Fotos
  • kommen am Proberaum an und laden aus
  • schlafen und am nächsten Tag fährt jeder wieder nach Hause

Man kann es glauben oder nicht: Wir lieben das!

Die Heimatszene
Auch wenn wir keiner wirklichen Szene angehören, gibt es natürlich eine lebhafte Musikszene vor der Haustür. Viele unserer Freunde sind eben auch Musiker und so kennt man sich eben. Wir jedenfalls checken immer regelmäßig, was die anderen so treiben und was so vor sich geht. Und natürlich freut man sich auch immer, wenn eine befreundete Band was Tolles reisst, oder man von einer Truppe, die man schätzt, zum gemeinsamen Konzert eingeladen wird. Als Heimatszene bezeichnen wir (trotz der verstreuten Wohnorte) Würzburg. Und hier gibt es auch trotz der kleinen Größe der Stadt einige talentierte Acts zu entdecken! Watch out!

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Veröffentlicht am 31. July 2012  

Review von CryonBeats

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Tending To Huey is a 4-piece pop band from Würzburg, Germany. On a first-name basis, these guys are: Michael, Manuel, Daniel, and Christian. They began their musical journey in 2008, and released their debut album, “Beteigeuze” in 2010. They followed it with their second, and most recent, album, “Poison Apple“, which was released on July 8th, 2012.

“Poison Apple” features 12 songs, with warm, harmonizing vocals, fun instrumentation, and creative song structuring. Keyboards, synths, drums, horns, didgeridoo, percussion, samples, they got it all. Despite them being from Germany, and writing in German online, they sing beautifully in English. They sing catchy, melodic tunes of sunshine, love, happiness, fruit that tastes like homemade chicken soup, sadness, permanent pasts, and more. This album is more than just pop, as they bring in bits of other genre elements, such as rock, punk, and alternative hip hop (such as “Past Undone”). As they say, they are “trying to make Pop-Music interesting.” I guess I could say… don’t go in expecting something, because they’ll surprise you at every turn.

My personal favorites include: “Micromastia”, “Shady Side”, “Ibra Himali”, “The Last Snow of Winter”, and “Past Undone”. Check ‘em out.

You will get a physical copy of POISON APPLE:

– pressed on CD
– in a 2 – Page selfmade Digipak
– with an 16-Page Booklet (inc. all Lyrics and Liner Notes)

First Pressing of POISON APPLE is limited to 200 copys only!
Each Digipak has a Number (001 – 200) on the innersleeve!

Looks and feels pretty hot!

Every Package is packed with love – you will notice!

Get it!


Thanks a lot Tiffany / CryonBeats!

Veröffentlicht am 30. July 2012  

Review von Kulturterrorismus

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Pop – ein dehnbarer Begriff, den die Würzburger Formation Tending To Huey auf ihrem zweiten Album “Poison Apple” massiv ausreizt, wo sie experimentell wie melodiös herüberkommt, weshalb Freunde des ungepflegten Mainstreams hier nicht auf ihre Kosten kommen.

Derartige Tonkunst wie sie Tending To Huey spielen, bei einem Label unterzubringen, erscheint fast aussichtslos(?), dass das Auflegen im Eigenvertrieb voraussetzt, wenn man bei Konsumenten ankommen möchte. Heißt, die Würzburger veröffentlichen ihr “Poison Apple” als CD im Digipack (limitiert auf 200 Exemplare) selbst, die direkt über die Band Bezug findet.

Schwermütig bzw. nachdenklich übers Leben wirken die kurzweiligen Texte von Tending To Huey, wovon besonders die Zeilen zu ‘The Last Snow of Winter‘ gefallen:

I will never find what is left behind. I would dive into… You will never mind me and all of mine. I would dive into it! Shadows gettin’ smaller all the time. Everyone beside me puts a smile on. I can’t stand the fact that I should die. Everytime, they’re waving me goodbye. I will never find what I left behind, I would dive into… You will never mind me and all of mine. I would dive into it! She will always be like you imagined me. Every step I go to, every move I make… All the roads just lead to the place someone calls home. When the last snow of winter falls down to melt and die, a new born plant will live, just because an old one was passing by. The speed and spin of living in golden neon lights feels like something is missing… your kiss for a good night.

Gegenüber dem nichtssagenden Geschwafel der meisten Popinterpreten, wissen Tending To Huey in diesem Punkt zu überzeugen, welche Anspruch anstatt Massenkompatibilität präsentieren!

Sämtliche Musik von Tending To Huey beruht auf Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard, Synthesizer, Samples & Loops, deren Zusammenspiel eine verquaste Melange ergibt, die die Worthülse komplexer Indie-Rock trefflich umschreibt. Als experimentellere Variante von Arcade Fire & Sonic Youth dürften Tending To Huey trefflich beschrieben sein, welche zu keinen Zeitpunkt dahinplätschern, sondern immer die volle Aufmerksamkeit benötigen, ansonsten bleiben wertvolle Nuancen von “Poison Apple” im Verborgenen. Anspieltipp? Zweifelsfrei ‘The last Snow of Winter‘, aber auch Rest mag durchweg überzeugen – love it or hate it, but taste it!

Fazit:

Individuen, denen der Sinn nach anspruchsvollem Pop steht und belangloses Radiogedudel abgeht, sollten “Poison Apple” von Tending To Huey unbedingt eine Chance geben – meine eingeschränkte Empfehlung aufgrund des relativ klaren Konsumentenkreises!


Danke an Raphael von Kulturterrorismus!

Veröffentlicht am 24. July 2012  

Review von This borderline fuckup is still about to drool

Der Begriff “Pop” soll Musik bezeichnen die populär ist. Musik die schnell rein- und genauso schnell wieder rausgeht, für Otto Normalhörer auf Anhieb begreifbar ist und gnadenlos ins Ohr geht.  “Pop” ist das Fast Food der Musik-Industrie und genauso geliebt wie verschriehen wie ein dicker Big-Mac vom Fließband. Raum für Innovationen, Experimente oder Neuinterpretationen bleibt da wenig. Schön, dass es doch ein paar Bands gibt, die versuchen das eine mit dem anderen zu verbinden. Man könnte es “Indie-Pop” nennen, wenn man völlig ausgeflippt wäre. Denn eigentlich sind das zwei Wörter, die sich gegenseitig ausschließen.

Im Falle von Tending to Huey würde ich es lieber “experimentellen, schwer angeschrägten, aber verdammt musikalischen Pop” nennen. Oder wie die drei Würzburger ihre Philosophie selbst beschreiben: “trying to make pop music interesting since 2010″. Tending to Huey spielen Pop, ja. Es ist leichtfüßig, melodisch, versessen in Melodien und (Halb-)Refrains, nicht zu gitarrenlastig, aber auch nicht zu elektronisch oder allzu abgedreht. Schräg ist die Musik auf “Poison Apple” dennoch. Alleine die Liste an Instrumenten, die hier verwendet wurden, deutet darauf hin: neben der typischen Rock-Instrumentation (+zweitem Schlagzeug) hört man auf dem Album auch Keyboards, Synths, eine Mundharmonika, diverse (nicht allzu übliche) Blas-, Schlag- und Saiten-Instrumente sowie Samples und Loops. Ja, sogar Glasflaschen verwendeten die Drei. Leere versteht sich. Alles andere als leer klingt die Musik. Man merkt der Band vom ersten Moment an ihre Experimentierfreude an, gleichzeitig zügeln sie diese aber so sehr, dass am Ende viele hitverdächtige Songs bei rauskommen.

Nach dem Intro “Belinga Belinga” folgt mit dem eigentlichen Opener “Micromastia” einer der größten Kracher der Scheibe. Musikalisch schon relativ experimentell, elektronisch und in den Strophen auch angeschrägt, entwickelt der Refrain Ohrwurmpotenzial. Der weitere Albumverlauf gestaltet sich sehr aufregend, weil man nicht wirklich weiß, was Tending to Huey als nächstes in petto haben. Die Art und Weise wie sie Samples als Beats verwenden lässt die Songs manchmal zu einem Hip-Hop-Funk-Biest (“Sacha Chua”, “Girl, are you crazy?”) mutieren, allerdings beschränken sich die Würzburger nie auf einen Stil. “Shady Side” etwa greift tief in die Schmalz-Pop/Schmacht-Pop-Kiste, während “Ibra Himali” mit seinen Didgeridoo-mäßigen Sounds und der eigenartigen Songstruktur anspruchsvoller und schräger, aber umso sympathischer daherkommt. Doch egal ob Up-, Mid- oder Low-Tempo, egal ob spastisch oder einfach, egal ob gefühlsvoll oder krank, Tending to Huey bekommen es hin aus all diesen Ideen richtige Songs zu machen. Natürlich sollte man Liebe für die Herangehensweise der Band mitbringen. Die mal ein-, dann wieder zweistimmigen Vocals sind ebenso schwer gewöhnungsbedürftig, sie funktionieren aber perfekt als weiteres “Instrument”, interagieren mehr mit den anderen Instrumenten, als irgendwas in den Schatten zu stellen. Oft stehen sie allerdings alleine im Raum, was vielen Songs einen “Acapella”-mäßigen Touch verleiht…

Nach dem starken Beginn zieht “Poison Apple” erst in der Mitte richtig an, da folgt dann ein starkes Stück nach dem anderen. Gipfelnd im verträumten, äußerst stilvollen “The Last Snow of Winter”, das zum Schluss hinaus auch wieder einen Haken schlägt. Bis dahin fühl ich mich auch prächtig unterhalten. Im Schlussdrittel bricht das Album, meiner Meinung nach, aber etwas weg. Nicht, dass die letzten Stücke dahingeschludert wären, aber die ersten 25-30 Minuten der Platte unterhielten mich besser als die letzten Songs. Da verlieren mich die Würzburger dann doch etwas, was vielleicht an der Überfülle an Sounds liegt. Abgesehen davon, sei zum Thema “trying to make pop music interesting” nur eins gesagt: Mission completed!

7/10
Vielen Dank an Alessandro von This borderline fuckup is still about to drool

Veröffentlicht am 16. July 2012  

Review von The Difference between Life and Music

“Ladies and gentlemen, may I introduce you: “Tending to Huey”, one of the most creative and interesting bands on this planet. Four guys from Bavaria playing “Experimental Indie-Pop” with two drumsets, bass, guitar, piano, keyboards, percussion stuff, strings …

“Poison Apple” is their second album and the follower of “Beteigeuze”. Describing this sort of music is one of the hardest jobs you can imagine. It needs time to grow and to thrive. Tending to Huey consists of musicians, that know their craft – and you gonna fall in love with the singer’s voice. Your best bet would be to listen to the whole album on their Bandcamp site and in case you like it and have some money over, order their album.”

Danke an Phil von The Difference between Life and Music

Veröffentlicht am 25. June 2012  

Review Rote Raupe

“kreativ und abwechslungsreich gehen tending to huey aus würzburg ans werk, und zeigen eine beachtliche bandbreite. die produktion ist gut, die instrumentierung vielfältig und gut gespielt, die einflüsse weit gestreut. sie gehen in verschiedene und vielversprechende richtungen, springen zwischen indietronica und holzigem wucht-pop hin und her.
polarisierender aspekt an tending to huey ist der gesang. mit deutschakzentuiertem englisch wird etwas vernuschelter sprechgesang mit gedoppeltem, hektischem singsang vermischt. viele vocals sind dann noch so leise im mix versteckt, dass es etwas anstrengend sein kann, sie beim hören herauszufiltern. aber wann hat es je geschadet, zu polarisieren? ”

Danke an Oliver von Rote Raupe

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